Aktualität in "Der Herrscher der Schatten"

Liebe Leserin,

lieber Leser,


vor einigen Wochen erschien mit Der Herrscher der Schatten der fünfte Band der Zeitenstrahl-Saga, und ich freue mich zu sehen, dass bereits einige Bände ihren Weg in eure Bücherregale gefunden haben.

Ich denke daher auch, dass es an der Zeit ist, eine kleine Anmerkung bezüglich der Aktualität dieses Bandes zu machen.

Obwohl viel Zeit zwischen der Idee zu einem Buch und dessen Veröffentlichung ins Land geht, legen Verlage großen Wert auf Aktualität. Der Grund dafür ist einfach: Nichts verkauft sich so gut wie ein aktuelles Thema.

Im Skyrpteum geht es jedoch nicht ums Geld, sondern um die Kunst. Dabei sind es nicht selten aktuelle Themen, die umgekehrt wieder uns Künstler beschäftigen und uns zu unseren Werken inspirieren (C – Das Epiphänomen ist das beste Beispiel). Dennoch würde mir jeder größere Verlag von meiner folgenden Aussage abraten, sondern im Gegenteil eher versuchen, Profit aus diesem Zufall zu schlagen (wobei Zufall hier ein schwieriger Begriff ist, aber dazu später mehr).

„Der Herrscher der Schatten“ ist kein aktuelles Buch! Die Arbeiten an diesem Abschnitt der Zeitenstrahl-Saga begannen bereits vor einigen Jahren, aber bekanntermaßen war die Veröffentlichung für mich noch gar kein Thema, als ich diese Reihe schrieb.

Der Grund, warum ich überhaupt auf diesen möglichen Irrglauben hinweise, liegt in der Handlung des Buches selbst, daher möchte ich an dieser Stelle nicht mehr verraten – ich will jenen, die es noch nicht gelesen haben, nichts vorwegnehmen (unten gibt es allerdings einen Spoiler für alle, die ihre Neugierde nicht im Zaum halten können). Nur so viel: Teile der Handlung könnten den Eindruck erwecken, ich hätte „Der Herrscher der Schatten“ mit Blick auf das aktuelle Zeitgeschehen geschrieben. Dies war jedoch nicht der Fall.


Warum habe ich den Text nicht so geändert, dass Missverständnisse ausgeschlossen sind? Nun, erstens ändere ich meine Texte inhaltlich nur in den seltensten Fällen. Erst recht sollte die Realität niemals der Kunst schaden. Wenn schon, dann andersherum.

Zweitens zeigt dieser Umstand wunderbar die Lebendigkeit der Kunst. Denn Themen, die Künstler vor Jahrzehnten und Jahrhunderten beschäftigten, werden auch für uns immer wieder ganz plötzlich wichtig. Was mich vor einigen Jahren umtrieb, wurde jüngst (leider) wieder brandaktuell. Das zum Thema Zufall. Aufgrund dessen meinen Text zu ändern, wäre jedoch ebenso falsch, wie ihn umgekehrt bewusst dahingehend umzuschreiben, dass er aktuell erscheint.


Kunst ist nun einmal lebendig – und Leben ist Kunst.


Euer

Kristofer Hellmann






ACHTUNG SPOILER!

Ich spreche natürlich von der Krankheitsepidemie in Kruk. Tatsächlich waren auch in der Realität Handelsstädte stets die ersten, die von Epidemien heimgesucht wurden, dieser Teil weist also nicht absichtlich Parallelen zur Coronapandemie auf. Als ich in meinen Arbeiten zur Veröffentlichung des Buches den Text noch einmal überflog, stellte ich dennoch fest, dass das Wort „Quarantäne“ etwas in mir berührte. Etwas, das noch nicht da war, als ich diesen Text schrieb.

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